Wetten, dass...? Highlight 2014

Lange war Funkstille, was meinen Gedächtnissport betrifft. Mit dem Ende der Schulzeit, kam auch das Ende meiner Gedächtnissportlaufbahn. Natürlich hatte ich nie ganz aufgehört, lediglich an keinem Wettbewerb mehr teilgenommen.

 

Nun kam die Herausforderungen - Wetten, dass...? - die Chance, bevor das Format endgültig aus dem TV verschwinden würde. Und tatsächlich, ich wurde angenommen, für die vorletzte Sendung in Graz am 8.11.2014.

 

Damit begann eine wahnsinnig aufregende Zeit für mich, vorallem auch vor der Sendung. Zunächst das Training - 500 QR-Codes den richtigen Websiten zuordnen zu können. Klang - überzeugt wie ich zunächst immer bin - noch ganz einfach, bis sich heraus stellte, dass die ausgesuchten QR-Codes, sich teils doch sehr schwer unterscheiden ließen. :) Für´s Training hieß es dann erstmal Schnibbeln, was das Zeug hielt. 500 Codes mussten vorbereitet werden, um ordentlich mit ihnen üben zu können. Ich reaktivierte mein Binärziffern-System von früheren Meisterschaften und begann mich auf einen Testlauf in Frankfurt vorzubereiten.

 

Dort sollte ich in der "ZDF"-City das Team erstmal davon überzeugen, dass ich in der Lage war, meine Wette auch zu schaffen und hatte einen spannenden Tag vor mir. Testlauf bestanden - auf ging´s Richtung Sendung.

 

Für´s Radio wurden Kampfansagen und Werbesprüche aufgenommen - und yeah, welch Wunder - fand ich das doof ;)

 

Der Einspieler wurde danach in Altötting gedreht. Puh, war ich da aufgeregt: Allein das Equipement, das vom Kamerateam aufgebaut wurde, war einschüchternd. Gleichzeitig war das Team allerdings so sympathisch, dass das Ganze mit jeder Stunde ein Stückchen einfacher wurde. Da wir einen Location-Wechsel geplant hatten, wurde auch am nächsten Tag noch gedreht. Sollte doch gezeigt werden, dass ich gerne auf Baustellen rumturne. Dafür zog mein Papa extra eine Baustelle vor und ich baute zum ersten Mal selbst ein Gerüst auf :) Immer mal was Neues.

 

Nachträglich betrachtet kann ich sagen - gibt man mir eine Textsequenz vor, kann man´s auch gleich in die Tonne kloppen :D Nirgends stell ich mich doofer an, als "Hallo, ich bin Alisa Kellner, 28 Jahre alt und wohne in Altötting" in genau dieser Reihenfolge zu sagen. Aber immerhin war´s erheiternd. Positiv seh ich aber selbst, dass ich mit freiem Sprechen wenig Probleme habe und mir "Interviews" / Unterhaltungen auch wirklich Spaß machen.

 

Richtig spannend wurde es dann auf dem Weg nach Graz. Tolles Hotel und Shuttle-Service. Das erste Mal im Studio - da hätt ich mir dann kurzzeitig gerne selbst eine Ohrfeige gegeben, warum ich mir das alles überhaupt angetan habe. :)  Aber es war einfach die coolste Erfahrung meines Lebens. Erst die komplette Überforderung - Tontechniker, Kameraleute, Kostüm und Maske, Regisseure, Redakteure von diversen Zeitungen, etc. etc., aber dann beginnt man auch ´ne gewisse Vorfreude zu entwickeln.

 

Trotz den Generalproben und der Tatsache, dass ich mir relativ sicher war, alles zu können, war ich vor dem Auftritt so nervös, wie noch nie in meinem Leben. Wer mich kennt, weiß, dass ich lieber im Hintergrund agiere, zwar meine Leistung bringen möchte, aber auf keinen Fall damit im Vordergrund stehen möchte. :) Tja, blöde Kombi, wenn man so ´ne Sache angeht. Vor lauter Angst, ist mir sogar durch die Lappen gegangen, dass Hugh Grant hinter der Bühne neben mir Stand :) - aber immerhin, auf der Bühne durfte ich ihm dann nochmal die Hand schütteln.

 

Meine Wettpatin wurde Toni Garrn - wieder ´ne witzige Tatsache, wenn man bedenkt, dass ich Zwerg neben dieser schlanken Riesin stehen sollte :D Danke ans Team für diese genial gewählte Zuordnung ! ;) Nee, nachträglich gesehen war sie genau die Richtige. Super lieb hat sie mich unterstützt und auch an mich geglaubt. So musste ich die Wette ja fast schaffen.

 

Am Ende des Tages hat alles geklappt, ich hatte meine Wette geschafft, zwar trotzdem nicht gewonnen - aber darum ging´s mir auch nie. Die Aufgabe zu bewältigen war mein Ziel und das konnt ich erreichen. Mit meiner Family, die extra nach Graz zur Sendung kam wurde danach trotzdem gefeiert und ein aufregender Lebensabschnitt ging für mich zu Ende, den ich nicht mehr missen möchte.

 

Ein großes Danke schön, an alle, die an mich geglaubt und mich unterstützt haben. Allen voran an meine Mami, die über Stunden QR-Codes mit mir ausgeschnitten hat :D, an meinen Papa, der für mich ´ne Baustelle organisiert hat und an meine Oma, die ihr Haus für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt hat, obwohl Chaos vorprogrammiert war. Meine Family - ihr seid die Besten! :)

© Alisa Ramona Kellner 2015 - All rights reserved.

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